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Das Herbarium Weihe – Gräser, Brombeere und vieles mehr

Der aus dem ostwestfälischen Menninghüffen (Kreis Herford) stammenden Arzt, Homöopath  und Botaniker Karl Ernst August Weihe (1779-1834) hinterließ ein sehr umfangreiches Herbarium, das im Jahr 1904 ins Naturkundemuseum nach Münster kam. Bekannt wurde Weihe vor allem durch seine intensive Beschäftigung mit den Brombeerarten sowie durch die Sammlung „Deutsche Gräser für Botaniker und Ökonomen“.

Von der sehr seltenen Sammlung „Deutsche Gräser“ sind 15 Hefte erschienen, die alle im Herbarium Münster vorhanden sind.

Nach Karl Ernst August Weihe (1779-1834), einem der wichtigsten Brombeerforscher Deutschlands, wurden auch einige Pflanzenarten benannt, wie z.B. Rubus weihei Lej. (syn. Rubus leucandrus Focke) oder Rubus weiheanus Ripart ex Genev.

Weihe stand auch in engem Kontakt zu Clemens Maria Franz von Bönninghausen (1785-1864), einem höheren preußischen Verwaltungsbeamten, der auch als Homöopath und Botaniker bekannt wurde. Von Boenninghausen interessierte sich sehr für die heimische Pflanzenwelt und ließ keine Gelegenheit aus, Pflanzen zu herbarisieren. Sein Prodromus florae Monasteriensis Westphalorum (1824) war die erste Flora des Münsterlandes,  zu der er auch Herbarpflanzen hinterlegte. Aufgrund seiner botanischen Kenntnisse wurde er zum Direktor des Botanischen Gartens in Münster ernannt und dokumentierte in seinem Herbarium viele dort kultivierte sowie in anderen Teilen Westfalens gesammelte Pflanzen.

Ansprechpartner: Dr. Bernd Tenbergen