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Warzenbeißer (Decticus verrucivorus) auf trockenem Grasboden.

Schrecken, Schrecken ohne Ende - Orthopteroidea-Challenge 2026

Eine Challenge innerhalb der App ObsIdentify zur fotografischen Erfassung der Orthopteroidea-Arten auf Observation.org.
Dauer: 01.05.-30.11.2026

Zusammen mit den Ohrwürmern, Schaben und Termiten wurden Heuschrecken, Fangschrecken und Stabschrecken traditionell der Verwandtschaftsgruppe der Orthopteroidea zugeordnet. Auch wenn diese Einordnung aus heutiger Sicht nicht mehr in allen Punkten Bestand hat, werden die Tiere dennoch häufig gemeinsam erforscht. Und so haben wir uns entschieden, für diese Insekten jetzt eine gemeinsame Challenge auszurufen – und zwar länderübergreifend: in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg.

Das LWL-Museum für Naturkunde ruft daher zusammen mit dem Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe, der Naturbeobachtungsplattform Observation.org sowie weiteren regionalen Partnern die Orthopteroida-Challenge „Schrecken, Schrecken ohne Ende“ aus. Der Wettstreit richtet sich an alle Naturinteressierten. Sie können ab sofort fotografische Beobachtungen von Heuschrecken, Fangschrecken, Stabschrecken und weiteren Arten über Observation.org oder der App ObsIdentify melden und bis zum 30. November zur Erforschung der Natur beitragen. Gemeinsam soll die Fauna in ganz Deutschland beobachtet werden, um Erkenntnisse über verschiedene Orthopteroidea-Arten zu sammeln.

Manche Orthopteroidea sind unscheinbar und leben versteckt, sodass ihre Verbreitung nicht ausreichend bekannt ist, wie bei den Ohrwürmern oder Schaben. Andere, wie Heuschrecken und Fangschrecken, gehören zu den größten und attraktivsten heimischen Insekten. Sie ändern gerade massiv ihr Verbreitungsgebiet. Viele sind beispielsweise durch den Schwund ihrer Lebensräume gefährdet, wie der Warzenbeißer, das Insekt des Jahres 2026. Manche wiederum, durch den Klimawandel begünstigt, erweitern gerade ihr Areal in Richtung Norden. Ein gutes Beispiel dafür sind die Europäische Gottesanbeterin oder die Südliche Eichenschrecke. Mit dem zunehmenden internationalen Verkehr und durch Tiere aus privater Haltung gelangen immer wieder auch nicht heimische Arten nach Mitteleuropa, darunter Stabschrecken oder Termiten.

In all diesen Fällen – bei scheuen Ohrwürmern, großen Heuschrecken, eingeschleppten Schabenarten usw. – möchten wir mehr über die aktuelle Verbreitung erfahren. Die Daten aus der Challenge sind für die Forschung und den Naturschutz wichtig und werden unter anderem in Rote Listen, dem Verzeichnis gefährdeter Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, einfließen.

Und so geht die Challenge...

Ziel des Wettkampfes ist es, sich mit der Foto- oder Smartphone-Kamera auf die Suche nach diesen Arten zu begeben. Es zählen Meldungen aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz. Nachweise aus Wohnungen oder Gewächshäusern werden nur akzeptiert, wenn die Tiere selbst nicht aus der Zucht stammen. Hochgeladene Fotos aus heimischen Terrarien, Zoo-Expositionen oder Ähnlichem werden aussortiert. Wer die meisten Arten fotografiert und hochlädt, gewinnt den Hauptpreis: eine Teilnahme am Kurs der Wahl  im Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer des LWL-Museums für Naturkunde, inklusive Begleitperson und Verpflegung. Die Zweitplatzierte Person gewinnt das Buch „Die Welt der Heuschrecken: Faszinierende Lebensweise, unterschätzte Vielfalt“. Der Preis für den dritten Platz ist eine Jahreskarte bei einem der Partnermuseen: dem LWL-Museum für Naturkunde Münster oder dem Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe. 

Gewertet werden nur Orthopteroidea. Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass die Tiere möglichst wenig gestört und nicht verletzt werden. Bis zum 30.11.2026 können die Bilder hochladen werden. Diese werden dann durch die KI von ObsIdentify bestimmt und durch Expert:innen der Plattform überprüft.

Zu den Initiatoren und Partnern der Orthopteroida-Challenge gehören das LWL-Museum für Naturkunde in Münster, das Staatliche Museum für Naturkunde in Karlsruhe,  und die Naturbeobachtungsplattform Observation.org

Bei der Erfassung der Vielfalt helfen!

So funktioniert's - eine Übersicht

1. App installieren (Hier klicken)

2. Account erstellen (Hier klicken)

3. App ObsIdentify öffnen und ein Herzchen beim Wettbewerb setzen.

4. Foto machen

5. Art bestimmen

6. Ergebnis speichern und Challenge gewinnen!

Hier geht es zum Download einer Schritt-für-Schritt-Anleitung (PDF, 1 MB)

Ansicht von Obsidenitfy auf einem Mobiltelefon. LWL

Fragen & Antworten

Teilnahmebedingungen

Gewertet Meldungen aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz. Nachweise aus Wohnungen oder Gewächshäusern werden akzeptiert, aber nur wenn die Tiere selbst nicht aus der Zucht stammen (also keine Fotos aus heimischen Terrarien, Zoo-Expositionen o. Ä. hochladen). Die Tiere dürfen dabei nicht zu Schaden kommen. Unter den Top 10 der Teilnehmenden, die die meisten Arten fotografiert und über die App ObsIdentify oder über wie Webseite observation.org hochgeladen haben, werden Preise ausgelost.

Voraussetzung für einen Preis ist, dass man bis zum 30.11.2026 über die bei der Registrierung verwendete E-Mail-Adresse durch Observation.org kontaktiert werden kann...

Hier geht es zu den ausführlichen Teilnahmebedingungen...

Spannende Preise

Platz 1:
Wer die meisten Arten fotografiert*, gewinnt den Hauptpreis: eine kostenlose Teilnahme an einem Kurs der Wahl im Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer des LWL-Museums für Naturkunde – zusammen mit einer Begleitperson, Verpflegung inklusive.

Platz 2:
Die zweitplatzierte Person bekommt das Buch „Die Welt der Heuschrecken: Faszinierende Lebensweise, unterschätzte Vielfalt“ geschenkt.

Platz 3:
Der Preis für den dritten Platz ist die Jahreskarte bei einem der Partnermuseen: dem LWL-Museum für Naturkunde Münster oder dem Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe.


Voraussetzung für einen Preis ist, dass man bis zum 30.11.2026 über die bei der Registrierung verwendete E-Mail-Adresse durch Observation.org kontaktiert werden kann. Die kompletten Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

*Die Tiere dürfen beim Beobachten, Erfassen und Fotografieren natürlich nicht zu Schaden kommen.

Challenge

Gehen Sie zusammen mit Ihrer Familie oder Ihren Freund:innen raus in die Natur und versuchen Sie, so viele Fotos wie möglich von gebietsfremden Tierarten anzufertigen. Mit ObsIdentify oder über die Webseite Observation.org können Sie diese dann unkompliziert bestimmen und melden.

Hinweis! Bitte immer darauf achten, dass die Tiere möglichst wenig gestört und nicht verletzt werden.

Zeitraum

Die Challenge geht vom 1. Mai 2026 bis zum 30. November 2026.

Orthopteroidea finden

Heuschrecken leben vor allem im Grünland aller Art – manche mögen kahle Bodenflecken, manche krautige Vegetation; einige leben auf Bäumen. Spannende Funde versprechen Bahntrassen oder Gewässerufer, viele Arten kommen auch in Städten vor. Die Gottesanbeterinnen lauern auf ihre Beute auf Vegetation aller Art. Ohrwürmer und Schaben leben gern versteckt: im Bodenstreu, unter Steinen oder Baumrinde und an schattigen Orten. Manche Schaben (und manche andere Orthopteroidea) haben menschliche Wohnungen oder Gewächshäuser der botanischen Gärten als Habitat für sich erschlossen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an:

Dr. Viktor Hartung

Telefon 0251.591-6014
E-Mail an Herrn Dr. Hartung

Zoologie
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Biodiversität
Bürgerwissenschaften (Citizen Science)

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Dr. Viktor Hartung

Downloadbereich

Sie nehmen an der Challenge teil oder möchten uns vor Ort als Projektpartner:in unterstützen? Sie sind von der Presse? Hier bieten wir Ihnen einige Materialien zur Ankündigung und zum Download an.

Interessierte und Teilnehmende können sich verschiedenste Materialien zur Challenge herunterladen, die im Laufe des Jahres, nach und nach, hier hochgeladen werden. Nutzen Sie gerne die Textbausteine zwecks Ankündigung in der Presse, die wir Ihnen hier zur Verfügung stellen. Neben Texten stellen wir Ihnen hier auch Bildmaterial zur Verfügung.

Wir laden Sie ein, als namhafter regionaler Partner vor Ort die Pressearbeit in Ihrem Kreis oder in Ihrer Stadt zu übernehmen.

Mit freundlicher Unterstützung von ...