Das LWL-Museum für Naturkunde lädt in seinem Planetarium zu einem Vortragsabend im Rahmen der „17. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ ein. Thema des Abends ist der diesjährige Titelvogel der Zugvogeltage, die Sturmmöwe.
Möwen gehören wie selbstverständlich zum alltäglichen Bild unserer Küsten und werden vielleicht gerade deshalb weniger beachtet als beispielsweise Watvogelarten, die nur zur Brutzeit oder auf dem Durchzug hier präsent sind. Am ehesten fallen wohl Silber- und Lachmöwen ins Auge, die die Nähe zum Menschen nicht scheuen und auf der Jagd nach Fischbrötchen und Eiswaffeln auch mal übergriffig werden. Eher zurückhaltend gibt sich die Sturmmöwe, die in gemischten Ansammlungen von Möwen gern übersehen wird. In diesem Jahr bekommt sie als Titelvogel der 17. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (11.10.-19.10.2025) eine besondere Bühne.
Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, stellt die vor allem auf den zweiten Blick schöne Sturmmöwe vor. Neben Eindrücken aus dem Brutgebiet der Sturmmöwe, unter anderem dem Partnerland der diesjährigen Zugvogeltage, Finnland, erläutert er die Situation der Art im Wattenmeer.
Christopher König vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) gibt einen umfassenden Einblick in die Datenlage zur Verbreitung der Sturmmöwe in Deutschland. Er gibt einen profunden Überblick über den Brutbestand in Deutschland und das Rast- und Überwinterungsgeschehen und stellt die Auswirkungen des Klimawandels auf die Brut- und Rastbestände vor.
Foto: Frank Winkelmann