Fossilien der Burnupia aus dem südlichen Afrika
Flussnapfschnecke aus dem südlichen Afrika. © REM Aufnahme Jan Kersten, 2025, Freie Universität Berlin
Liebe Besuchenden des Münsteraner Museums, aufgrund von Baumaßnahmen kann es zurzeit zu Beeinträchtigungen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Protoconch von Burnupia, südliches Afrika. © REM Aufnahme Jan Kersten, 2025, Freie Universität Berlin.
Das Letztglaziale Maximum (LGM) vor 21.000 Jahren (+/- 3000 Jahre) ist eine ikonische und gut abgrenzbare Extremklimaperiode. Dieser Zeitraum markiert die maximale Ausdehnung des Eisvolumens des Letztglazialen Zyklus‘ (= Weichsel-Kaltzeit in Westfalen). Bestehende Klimamodelle beschreiben das LGM-Klima des südlichen Afrikas als trockener als das heutige Klima. Dem entgegen stehen paläontologische Daten, die perennierende Seen und Flüsse während des LGMs in den heute weitgehend trockenen Becken der Kalahari nachweisen.
Die ariden Gebiete des südlichen Afrikas (Kalahari, Namib und Karoo) verursachen heutzutage einen biogeographischen Flaschenhals für die Flussnapfschnecke Burnupia, da diese Schnecke nur in Seen und Flüssen überleben kann, die im Jahresverlauf nicht austrocknen. Mittels paläontologischer, genetischer und phylogeographischer Methoden testen wir, ob es während des Letztglazialen Maximums einen grünen Korridor zwischen Namib und Kalahari gab, den die Schnecken als Migrationskorridor nutzen konnten – und evaluieren damit bestehende Klimamodelle.
Ansprechpartnerin: Dr. Manja Hetke
Projektgruppe:
Valentina Alfred, Ongwediva, Namibia
Christian Albrecht, Universität Gießen
Kai Hartmann, Freie Universität Berlin
Manja Hethke, LWL-Museum für Naturkunde, Münster
Frank Riedel, Freie Universität Berlin
Elisha Shemang, Botswana International University of Science & Technology, Botswana
Flussnapfschnecke aus dem südlichen Afrika. © REM Aufnahme Jan Kersten, 2025, Freie Universität Berlin
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