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Neutrinodetektor IceCube in der Antarktis. Grafik: IceCube, NSF/Felipe Pedreros

Die Jagd nach dem Geisterteilchen — vom Südpol bis an den Rand des Universums

Astronomie-Programm | ab 12 Jahre

Tief im Eis der Antarktis befindet sich der größte und seltsamste Detektor der Welt: IceCube. Er wartet auf geheimnisvolle Boten aus dem Kosmos. Wissenschaftler verwenden sogenannte Neutrinos, winzige und schwer fassbare Teilchen, um die extremsten Orte im Universum zu erforschen. Diese geisterhaften Neutrinos ermöglichen es, mächtige kosmische Prozesse bei explodierenden Sternen und in der Nähe Schwarzer Löcher zu studieren.

Die Astronomie untersucht seit Jahrhunderten das Licht der Himmelskörper. Das Licht war bis vor kurzem die einzige Methode, ferne Sterne zu untersuchen und etwas über sie zu erfahren. Seit wenigen Jahren jedoch werden erstmals andere „Fenster zum Universum“ genutzt. Es wird nicht nur das Licht der Himmelsobjekte eingefangen und untersucht, sondern auch andere „Boten aus dem Kosmos“. Dies sind einerseits die Gravitationswellen und andererseits Elementarteilchen wie die Neutrinos, die aus dem All zu uns kommen und die „IceCube“ auffängt. Im letzten Jahr hat der Detektor erstmals ein Neutrino von außerhalb unserer Milchstraße registriert und dessen Quelle genau bestimmt: das Zentrum einer fernen Galaxis. Darin wird ein sehr massereiches schwarzes Loch vermutet. Dies wurde als eine der größten wissenschaftlichen Entdeckungen des Jahres 2018 gefeiert. Mit Hilfe solcher kosmischen Neutrinos können ganz neue Erkenntnisse über die energiereichsten Ereignisse im Universum gewonnen werden, die mit klassischen Methoden, also mit optischen Teleskopen, nicht möglich wären.

Die Show ist eine Koproduktion des Wisconsin IceCube Particle Astrophysics Center und des Milwaukee Public Museum. Die deutsche Fassung wurde gemeinsam produziert vom Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde und dem Institut für Kernphysik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Das Programm besteht aus einem filmischen Teil von ca. 30 Minuten und wird ergänzt durch einen kurzen Live-Vortrag eines Mitarbeiters des Uni-Instituts über die Arbeit am Südpol, an der auch die Münsteraner Forscher entscheidend beteiligt sind. 

Produktion Wisconsin IceCube Particle Astrophysics Center / Milwaukee Public Museum. Mit Unterstützung des Instituts für Kernphysik der WWU Münster
Programmdauer: ca. 45 Minuten

Die Jagd nach dem Geisterteilchen — vom Südpol bis an den Rand des Universums | Trailer

Produktion Wisconsin IceCube Particle Astrophysics Center / Milwaukee Public Museum

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Mitarbeiterin bei einem Beratungsgespräch am Telefon. Foto: LWL/Steinweg

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