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Freigestelltes Skelett des Raubsauriers Wiehenvenator.

überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen

Sonderausstellung | ab 10.07.2026

Giganten, Geheimnisse und vergessene Welten: Unter Schichten aus Zeit und Stein liegen Spuren einer Realität verborgen, die lange vor dem Menschen begann – auch in Nordrhein-Westfalen. Fossilien bewahren Augenblicke aus einer fernen Vergangenheit und eröffnen bis heute neue Fragen. Genau diese prähistorischen Schätze und spektakulären Fossilfunde rückt Nordrhein-Westfalen 2026 mit einer Paläontologischen Landesausstellung unter dem Titel „überLeben“ ins Zentrum. Auf Initiative des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung findet die Paläontologische Landesausstellung statt.

In ganz Nordrhein-Westfalen finden sich Spuren ausgestorbener Lebewesen - die ältesten sind rund 485 Millionen Jahre alt. Neben einheimischen Dinosauriern gibt es Nachweise von frühen Säugetieren, dem ältesten Plesiosaurier, den ältesten vollständig erhaltenen Fluginsekten und dem größten Ammoniten der Welt. Exotische Lebensräume wie die devonischen Riffe des rheinischen Schiefergebirges, die karbonischen Kohlensumpfwälder des Ruhrgebiets oder die Flachmeere des jurassischen Wiehengebirges und des kreidezeitlichen Münsterlandes bieten Einblicke in eine atemberaubende Vielfalt. Verschiedenste multimediale Rekonstruktionen machen dieses vielseitige Leben und dessen Umwelt erfahrbar.

Westfalen ist Dino-Land

Dinosaurier, gewaltige Meeresechsen und der größte Ammonit der Welt. Wir sind sehr froh, dass wir in dieser Landesausstellung Fossilien von Weltrang im Original zeigen können.

Prof. Dr. Jan Ole Kriegs, Museumsdirektor

Zeitreise durch Westfalen

Wiehenvenator

Vor 163 Millionen Jahren lebte in Nordrhein-Westfalen der Wiehenvenator albati, einer der größten Raubsaurier, die man aus Europa kennt, und dessen Überreste im Wiehengebirge entdeckt wurden – ein echter westfälischer Dinosaurier. Er ist eines von vielen besonderen Ausstellungsstücken, welche im LWL-Museum in Münster gezeigt werden.

Fossile Schädelknochen den Raubsauriers WIehenvenator. Fehlende Knochen durch eine Zeichnung ergänzt.

Begleitend zur Ausstellung gibt es für Sie:

  • museumspädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche
  • Führungen für Erwachsene
  • Audioguides über die KULDIG-App in Deutsch und Englisch. Audiodeskription für sehbehinderte und blinde Menschen.
  • Ferienangebote für Kinder
  • Workshops für Kinder und Erwachsene
  • Vorträge
  • öffentliche Sonntagsführungen (kostenfrei, jeden Sonntag um 14.30 Uhr, mit Ausnahme an Feiertagen; Anmeldung an der Museumskasse)
  • Aktionstage

...und vieles mehr

  • Übrigens: Es gibt Tastobjekte zum Anfassen.
  • Am Anfang der Ausstellung gibt es einen Tastplan.
  • In jedem Ausstellungsteil gibt es Braille-Texte und die Filme sind Untertitelt.

Begleitend zur Ausstellung gibt es für Sie:

  • Live-Talk am 16.04.2026, 19 Uhr: "Dino-Palaver" mit Dr. Achim Schwermann und Stefan Schröder im LWL-Planetarium (Pre-opening-Programm zur Landesausstellunng)

Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen

Drei Museen über die Erdzeitgeschichte des Überlebens

Die Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen ist ein gemeinsames Projekt des LWL-Museums für Naturkunde in Münster, des Lippischen Landesmuseums in Detmold und des Ruhr Museums in Essen. Initiiert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen soll die Landesausstellung die paläontologische Vielfalt und Bedeutung des Landes auf innovative und zugängliche Weise beleuchten.

Im Zeitraum von 2026 bis 2027 präsentieren die drei Museen unter der Dachmarke einer “paläontologischen Landesausstellung” jeweils eigenständige Einzelausstellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Jede Ausstellung beleuchtet ein spezifisches Zeitalter oder Thema, wie etwa das Paläogen und Neogen, Erdaltertum und -mittelalter oder die Eiszeit.