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Mitarbeiter des LWL-Museums für Naturkunde legen Mammutstoßzähne frei.

Mitarbeiter des LWL-Museums für Naturkunde legen Mammutstoßzähne bei Haus Vogelsang frei. Foto: LWL/Steinweg

Fossilien sind gefährdet!

Fossilien sind Zeugnisse der Lebewelten unterschiedlicher geologischer Zeitalter. Fossilien können an vielen Orten in Westfalen-Lippe auftreten und entdeckt werden. Sie sind in vielen Fällen hübsch und faszinierend zugleich, häufig sogar ästhetisch, und daher beliebte Sammelobjekte.

Fossilien sind einzigartig und etwas Besonderes. Daher üben sie oft einen ganz besonderen Reiz aus. Fossilien sind wertvoll. Fossilien spiegeln Erdgeschichte wider – in der Regel sind Fossilien mehrere Millionen Jahre alt! Fossilien sind wissenschaftlich sehr bedeutsam, da an ihnen die Entwicklung des Lebens auf der Erde aufgeklärt und wissenschaftlich erforscht werden kann.

Fossilien sind gefährdet! Eine Gefährdung geht von Abgrabungen zur Rohstoffgewinnung aus, von Überbauung mit Straßen und Gebäuden oder von Verfüllung von Steinbrüchen und Tongruben mit Müll und Bauschutt. Sie sind auch durch unkontrollierte Grabungen und Aufsammlungen gefährdet.

Fossilien – Sammeln, Dokumentieren, Erforschen, Schützen und Bewahren!

Paläontologische Objekte – fossile (versteinerte) Überreste von pflanzlichem und tierischem Lebens aus erdgeschichtlichen Zeiten – genießen in Nordrhein-Westfalen gesetzlichen Schutz. Seit 1980 ermöglicht das Denkmalschutzgesetz von Nordrhein-Westfalen (DSchG-NRW), Fossilien als Bodendenkmäler zu schützen. Seit dieser Zeit nimmt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Aufgabe der Bodendenkmalpflege für Westfalen-Lippe wahr.

Die Aufgabe der paläontologischen Denkmalpflege wurde dem LWL-Museum für Naturkunde in Münster übertragen. Die Mitarbeiter konnten so seit 1980 wissenschaftlich und auch kulturell bedeutende und einzigartige Fossilien vor ihrer Zerstörung bewahren. Dazu gehören seltene Funde wie die exzellent erhaltenen Skelette von triassischen und jurassischen Schwimmsauriern, die internationale wissenschaftliche Bedeutung haben, die weltberühmten Großfluginsekten aus dem Oberkarbon von Hagen-Vorhalle oder die Erstnachweise von Südelefanten für Westfalen.

Aufgaben des Wissenschaftler-Teams am LWL-Museum für Naturkunde

  • Fachliche Beratung und Erstellung von Gutachten
  • Wissenschaftliche Untersuchung und paläontologische Erforschung Westfalen-Lippes
  • Konservierung, Restaurierung und kuratorische Betreuung der paläontologischen Bodendenkmäler
  • Konservatorische Betreuung der geologisch-paläontologischen Landessammlung für Westfalen-Lippe
  • Erfassung der paläontologischen Bodendenkmäler in Westfalen-Lippe
  • Wissenschaftliche Ausgrabungen und Bergung von paläontologischen Bodendenkmälern
  • Wahrnehmung der Interessen der paläontologischen Bodendenkmalpflege bei Planungen und sonstigen Maßnahmen der Gemeinden und Gemeindeverbände oder anderer öffentlicher Stellen als Träger öffentlicher Belange

Ansprechpartner

Herr Dr. Christian Pott

Telefon 0251.591-6016
E-Mail an Herrn Dr. Pott senden
Referatsleiter Paläontologie

Paläontologische Bodendenkmalpflege
Planbearbeitung
Fundmeldungsbetreuung
Unterschutzstellungen

Paläobotanik

Dr. Christian Pott

Dr. Lothar Schöllmann

Telefon 0251.591-6024
E-Mail an Herrn Dr. Schöllmann senden
Paläontologische Bodendenkmalpflege
Geowissenschaften

Paläontologie (Invertebrata)
Sammlungsleitung Geowissenschaftliche Sammlung

Dr. Lothar Schöllmann

Dr. Achim H. Schwermann

Telefon 0251.591-6074
E-Mail an Herrn Dr. Schwermann senden
Paläontologische Bodendenkmalpflege
Geowissenschaften

Paläontologie (Vertebrata)

Schriftleitung "Geologie und Paläontologie in Westfalen"

Dr. Achim H. Schwermann

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