Astronomische Vorträge im Planetarium

Jeder Vortrag ist in sich abgeschlossen und ohne Vorkenntnisse für Besucher ab 12 Jahre geeignet.
Beginn 19.30 Uhr
Eintritt astronomische Vorträge: 6 € (3 € ermäßigt) | Preisänderung ab dem 01.07.19 - 7 € (4 € ermäßigt)
Veranstaltungsort: Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde

Eintrittskarten sind erhältlich im LWL-Museum für Naturkunde. Karten können auch per Vorkasse telefonisch erworben werden. Nach Eingang des Betrages werden die Karten für die Veranstaltung an der Abendkasse hinterlegt. Telefon 0251.591-6050 (Servicezeiten: Mo-Fr 8.30-12.30 Uhr, Mo-Do 14.00-15.30 Uhr).

Was ist denn im äußeren Sonnensystem los?
DI 04.06.2019 | Prof. Susanne Pfalzner, Max–Planck–Institut für Radioastronomie Bonn
In den letzten 20 Jahren wurde festgestellt, dass es im äußeren Sonnensystem außer Pluto noch sehr viele andere Kleinplaneten gibt. Fast alle sind wesentlich kleiner als unser Mond. Erstaunlicherweise bewegen sie sich überwiegend auf sehr elliptischen Bahnen um die Sonne, die auch noch gegen die Ebene der Planetenbahnen gekippt sind. Wir beschäftigen uns in diesem Vortrag mit der Frage, was der Grund dafür sein könnte. Welche Rolle spielt dabei der angebliche Planet Neun oder der eventuelle nahe Vorbeiflug eines anderen Sterns und die Geburtsumgebung der Sonne bei Entstehung des Planetensystems?

50 Jahre Mondlandung – 50 Jahre Lüge?
MO 01.07.2019 | 19.30 Uhr | Dr. Florian Freistetter, Jena
Viele Menschen sind der Meinung, dass die bemannten Mondlandungen nur vorgetäuscht waren. Was wäre, wenn die Mondlandung wirklich nur eine Täuschung gewesen wäre? Die Frage nach dem „Was wäre wenn?“ ist eine der zentralen Fragen der wissenschaftlichen Methodik. Auf wissenschaftliche Weise beantwortet der bekannte Astronom, Journalist, Blogger und Buchautor Freistetter die Frage: Was würde daraus folgen und wie realistisch ist es, dass dieses historische Ereignis tatsächlich nie passiert ist?

50 Jahre Mondlandung – Mondforschung heute
DO 04.07.2019 | 19.30 Uhr | Prof. Harald Hiesinger, Uni Münster
Es ist 50 Jahre her, dass Astronauten den Mond erkundeten – doch damit sind keineswegs alle Fragen beantwortet. Aktuell planen die NASA, ESA und andere Raumfahrtorganisationen neue Missionen zur Erforschung des Monds. Was sind die Hintergründe, und was ist geplant?

50 Jahre Mondlandung – Zurück zum Mond und Aufbruch zu neuen Welten
DI 27.08.2019 | 19.30 Uhr | Peter M. Schneider, Hamburg
Nach Jahren der Unentschlossenheit ist die Rückkehr zum Mond beschlossene Sache. Es soll eine Station am Mond entstehen, von der aus Menschen auf seine Oberfläche absteigen. Einen entscheidenden Beitrag könnten die neuen Stars der Raumfahrt, Elon Musk und Jeff Bezos, liefern. Dieses Mal sollen die Astronauten monatelang bleiben und sich gleichzeitig auf ein noch ferneres Ziel vorbereiten: den Mars. Autor und Wissenschaftsjournalist Peter M. Schneider spricht über die Pläne von NASA und ESA, und erklärt ihre Zusammenhänge.

Der Antikythera–Mechanismus — Ein 2000 Jahre alter Computer
DI 17.09.2019 | Dr. Burkard Steinrücken, Planetarium Recklinghausen
Im Jahr 1900 fanden Taucher vor der griechischen Insel Antikythera ein antikes Schiffswrack und darin auch die Reste eines komplizierten Zahnradmechanismus. Die Existenz einer solchen Maschine, mit der die Stellungen von Sonne und Mond am Himmel, Kalender– und Finsterniszyklen mechanisch berechnet wurden, hatten Historiker nicht für möglich gehalten. Nach der Entschlüsselung des Mechanismus weiß man jedoch: Die antike griechische Kultur besaß eine für ihre Zeit unglaublich weit entwickelte Technik.

Wie weit ist es zu den Galaxien? — Die Vermessung des Universums und der genaue Wert der Hubble–Konstante
DI 01.10.2019 | Prof. Rolf–Peter Kudritzki, Universität Hawaii (USA) / Universität München
Zu messen, wie weit die Galaxien voneinander entfernt sind, ist eine echte Herausforderung. Eng verbunden mit den Entfernungen der Galaxien ist die Expansion des Universums. Die Galaxien bewegen sich voneinander fort, umso schneller, je weiter sie von uns entfernt sind. Die Hubble–Konstante verknüpft Geschwindigkeit und Entfernung. Ihr genauer Wert ist daher von fundamentaler Bedeutung, um z.B. das Alter des Universums zu bestimmen oder zu ermitteln, warum das Universum beschleunigt expandiert. Die Hubble–Konstante ausreichend genau zu bestimmen, galt als hoffnungsloses Unterfangen, aber neue Teleskope und neue Methoden haben uns dem ehrgeizigen Ziel deutlich nähergebracht.

Hawking und die Schwarzen Löcher: zum Tode eines Weltgeistes.
DI 05.11.2019 | Dr. Peter Zinn, Bochumer Institut für Technologie
Stephen Hawking ist der wohl bekannteste Physiker seit Albert Einstein. Trotz seiner frühen Erkrankung, und der damit einhergehenden vollständigen Lähmung bis hin zur totalen Sprachlosigkeit, löste er viele Rätsel des Universums, insbesondere seiner verrücktesten Bewohner, der Schwarzen Löcher. Seine Lebensgeschichte macht allen Mut, auch Nicht–Physikern. Zinn beleuchtet in seiner Hommage das Leben und Werk dieses Jahrhundertgenies — ganz nach dem Vorbild Hawkings selbst: in bildhafter, allgemeinverständlicher Sprache, die die Faszination für unser Universum weckt. Angesichts der Dimensionen unseres Kosmos‘ sind wir alle sprachlos.

Pluto und der Kuiper–Gürtel — Eiswelten am Rand des Sonnensystems
DI 03.12.2019 | PD Dr. Harald Krüger, Max–Planck–Institut für Sonnensystemforschung
Mit seinen fünf Monden ist der Zwergplanet Pluto einer der Außenposten des Sonnensystems. Im Juli 2015 wurde Pluto zum ersten Mal von einer Raumsonde besucht. Die von „New Horizons“ übertragenen Bilder zeigen Himmelskörper mit einer unerwarteten Vielfalt. Die Sonde durchquert nun den Kuiper–Gürtel, einen Ring von Kleinkörpern außerhalb der Bahn des Planeten Neptun. Am 1. Januar 2019 hat New Horizons das etwa 30 Kilometer große Objekt „Ultima Thule“ passiert und aus nächster Nähe untersucht. Im Vortrag werden die daraus gewonnenen neuesten Ergebnisse über Pluto, seine Monde und „Ultima Thule“ vorgestellt.