Museumspädagogik

Museum, das Spaß macht - ein attraktiver Lernort außerhalb der Schule

Sie wollen mit Ihren Kindergartenkindern, Schülerinnen und Schülern einen spannenden und lehrreichen außerschulischen Lernort kennen lernen bzw. einen Ausflug machen? Mit dem Naturkundemuseum und seinem angeschlossenen Planetarium bieten wir Ihnen alles unter einem Dach.

Das Naturkundemuseum hat zu jeder Dauer- und Sonderausstellung museumspädagogische Angebote für alle Altersstufen. Sie wählen ein museumspädagogisches Programm aus und melden sich an. Wir kümmern uns um alles Weitere und übernehmen für Sie die fachliche Betreuung vor Ort.

 

Mit dem Bus kostenlos ins Museum. Kennen Sie schon unseren Mobilitätsfond?

Der LWL hat einen Mobilitätsfonds ins Leben gerufen, der es Schulen, Kitas und Kindergärten, die im Verbandsgebiet des LWL ansässig sind, ermöglichen soll, die Erstattung der Fahrtkosten zu einem LWL-Museum zu beantragen.

Hineise zum Mobilitätsfonds, den Förderregelungen und Anträgen finden Sie hier: Der LWL-Mobilitätsfonds

Neu! Sonderausstellung: Beziehungskisten

Beziehungskisten - Formen des Zusammenlebens

für Kindergärten, Grundschulen, Schulen der Sekundarstufe I und II und Erwachsene

Foto: LWL/Steinweg

B 1 | Mit Lara auf Entdeckungsreise
Kindergartenkinder ab 4 Jahre | Dauer: ca. 1 Stunde
Max. Teilnehmerzahl: 12 Kinder

Die Reise beginnt bei uns selbst, als Lara, die Heldin einer geheimnisvollen Geschichte, fragt: „Mit wem lebt ihr zusammen?“. Laras Fragen geben uns große und kleine Rätsel auf. Dass Laras Hund Pauline gern Kaninchen jagt, scheint wenig verwunderlich. Aber was ist das für ein Blutsauger in ihrem dicken Hundefell? Und wieso will Lara einem Termitenweibchen eine Krone aufsetzten? Diesen und vielen anderen Geheimnissen gehen wir gemeinsam nach, während wir auf Laras Fersen die vielfältigen Beziehungsformen der Tierwelt erkunden.

B 2 | Rätselhaftes Zusammenleben auf Planet Erde
Klassen 1 und 2 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Stell dir vor, ein außerirdisches Wesen begibt sich auf eine Reise, um die sonderbaren Wohngemeinschaften auf dem Planeten Erde zu erforschen. Keine leichte Aufgabe, denn die Regeln des Miteinanders scheinen rätselhaft vielfältig. Ob in der heimischen Küche, in hohen Lüften, in den Tiefen der Meere oder dem Dickicht des Waldes, überall wuseln, schwärmen, krabbeln und fliegen Lebewesen nach ihren eigenen Regeln. Könnt ihr dabei helfen alle Rätsel zu lösen, um die Forschungsreise erfolgreich zu beenden?

B 3 | Miteinander, Gegeneinander – Zusammenleben im Tierreich
Klassen 3 und 4 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Im Tierreich sind die Formen des Zusammenlebens sehr vielfältig: Neben dem Miteinander im Schwarm, im Staat oder in einer Symbiose, gibt es auch das Gegeneinander von Parasit und Wirt. Bei verschiedenen spielerischen Aktionen lernen wir Schwarmregeln kennen, finden Partner, die in extremer Weise aneinander angepasst sind, sowie viele kleine Tiere, die mit uns den Lebensraum der Küche teilen. Auf unserer Entdeckungsreise begegnen wir Heringen, Termiten, Seeanemonen, Zecken, Flöhen, Kolibris und vielen anderen…

B 4 | Auf geheimer Mission mit einer Beziehungskiste
Klassen 5 und 6 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Die Beziehungskiste hat es in sich: spannende Aufgaben, Rätsel, Spiele und Arbeitsblätter warten auf euch. Wir starten unsere geheime Mission mit einem Quiz zu verschiedenen Lebensräumen! Kennt ihr die Regeln nach denen Schwärme funktionieren? Was hat die Verdauung einer Kuh mit Bakterien zu tun? Nicht immer sind Formen des Zusammenlebens von gegenseitigem Nutzen: Parasiten wie Flöhe und Zecken machen uns zu schaffen. Zuletzt beleuchten wir Unterschiede im freiwilligen Zusammenleben von Mensch und Tier. Seid ihr bereit?

B 5 | Wilde Wohngemeinschaften
Klassen 7 und 8 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Wir ergründen wilde Wohngemeinschaften in Wüste, See und Regenwald. Und wie leben wir miteinander?
Könnt ihr euch vorstellen, wie das Zusammenleben in einem Zirkus läuft oder geflüchtete Menschen in einer gemeinschaftlichen Unterkunft leben? In drei
Arbeitsgruppen, ausgerüstet mit Tablets, begeben wir uns auf eine Rallye. Wir finden heraus, was es mit lockeren, symbiontischen und parasitären WGs in der Natur auf sich hat. Abschließend erörtern wir, wie der Kolibri und die Passionsblume aneinander angepasst wurden und wie wir
Menschen auf den Hund kamen.

B 6 | Ungebunden oder unzertrennlich?
Klassen 9 und 10 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

In einem Zuordnungsspiel erfahren wir, welche Lebewesen welchen Lebensraum besiedeln. Gemeinsam betrachten wir unterschiedliche Formen des Zusammenlebens. Zunächst finden wir heraus, welche Vorteile lockere Lebensgemeinschaften mit sich bringen und warum sie ungebunden sind. Bei der anschließenden arbeitsteiligen Gruppenarbeit zu Symbiose, Insektenstaat oder Parasitismus habt ihr die freie Wahl: Ihr dürft die Beispiele selbst aussuchen. Last, but not least, geht es um das Zusammenleben bei uns Menschen.

B 7 | Beziehungskisten: Sehen was verbindet
Lerngruppen der Sekundarstufe II | Dauer: ca. 2 Stunden

Zu Beginn wird das Zusammenleben gleicher und unterschiedlicher Arten in verschiedenen Lebensräumen betrachtet. Gemeinsam werden lockere, symbiontische und parasitäre Beziehungen besprochen. In arbeitsteiliger Gruppenarbeit werden symbiontische und parasitäre Strukturen vertiefend bearbeitet, koevolutive Anpassungen erarbeitet und staatenbildende Insekten auf ihre Eusozialität geprüft. Zum Schluss wird die Frage diskutiert, warum wir Haus- und Nutztiere unterschiedlich behandeln.

Führung | Beziehungskisten
Dauer: ca. 1 Stunde

Die Vielfalt der verschiedenen Formen des Zusammenlebens im Tier- und Pflanzenreich – Symbiosen, Schwärme, Parasitismus – stehen bei dieser Führung für Erwachsene im Vordergrund. Spannend ist die Vielzahl an Mikroorganismen, die in oder an uns leben, zum Beispiel auf unserer Haut und in unserem Darm. Auch dem Leben von Tieren, die unerkannt mit uns leben, zuweilen sogar in unserer Küche, kommen wir auf die Spur. Eng leben wir Menschen mit Haustieren zusammen, während wir zu Nutztieren häufig eine große räumliche Distanz haben. Dementsprechend ambivalent ist unser Verhalten und sind unsere Emotionen Haus- und Nutztieren gegenüber.

Sonderausstellung: Das Gehirn

Das Gehirn - Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl

für Kindergärten, Grundschulen, Schulen der Sekundarstufe I und II und Erwachsene

Museumspädagogin Gerda Windau mit dem Museumsroboter "KIM". Foto: LWL/Steinweg

G 1 | Mit Köpfchen!
Kindergartenkinder ab 5 Jahre | Dauer: ca. 1 Stunde
Max. Teilnehmerzahl: 12 Kinder

Ein verzauberter Koffer begleitet uns auf einer Reise durch die neue Sonderausstellung. Was steckt eigentlich in unseren Köpfen? Auf der Suche nach der Antwort bestaunen die Kinder das Nervensystem des Berberaffen, lauschen Geschichten über die schlauesten Tiere der Welt, erproben im Eierlauf ihre motorischen Fähigkeiten und begegnen dem sportlichen Roboter „Nao“. Mit den Sinnen von Tieren wird die Welt neu entdeckt. Auch der Ames-Raum stellt die eigene Wahrnehmung auf den Kopf. „Mit Köpfchen“ hinterlässt viele Eindrücke und eine Idee von der gedanklichen Nuss, die es zu knacken gilt, wenn wir damit beginnen dem Gehirn auf die Schliche zu kommen.

G 2 | In unseren Köpfen ist was los!
Klassen 1 und 2 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

In unserem Kopf sitzt das Gehirn und da ist wahrlich viel los. Nur durch das Zusammenspiel der verschiedenen Teile des Gehirns und des übrigen Nervensystems und durch die Kommunikation mit allen Sinnesorganen funktionieren unser Körper, unser Denken und unser Fühlen. Spielerisch und altersgerecht erkunden wir die neue Sonderausstellung. Lasst euch überraschen.

G 3 | Achtung: Aufgepasst und nachgedacht!
Klassen 3 und 4 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Wir lernen das Gehirn und sein Funktionieren in verschiedenen Lebenslagen kennen. Zwischendurch begegnen wir dabei einem Londoner Taxi, einem Stück von Einsteins Gehirn, vielen Tieren und einem Schlafraum. Wer das alles unter einen Hut bringen möchte, muss aufpassen und nachdenken.

G 4 | Gebrauchsanweisung für dein Gehirn
Klassen 5 und 6 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Wie „funktionieren“ Intelligenz, Sinneswahrnehmungen und Emotionen? Eine Gebrauchsanweisung für das komplizierte „Gerät“ in unserm Kopf wäre sicherlich hilfreich. „Achtung Baustelle“! Insbesondere jugendliche Gehirnbesitzer sollten wissen, dass in ihrem Kopf lebenslang umgebaut wird. Glücklicherweise können wir diese Veränderungen bewusst lenken und somit die Leistungsfähigkeit unserer Gehirne und unsere Lebenseinstellung positiv beeinflussen.

G 5 | Geordnetes Chaos: Durchblick gefragt!
Klassen 7 und 8 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Das Gehirn erscheint beim genaueren Hinsehen wie ein totales Chaos – und doch gibt es eine Ordnung darin! Schaut hin, wie das Gehirn arbeitet, und bekommt den Durchblick. Wir haben im Kopf einen echten Team-Player! Wichtig im Lebensalltag sind Lernen und Schlafen. Doch längst nicht alle Funktionen des Gehirns sind schon erklärt – noch ungelöste Rätsel bleiben Herausforderungen für die Hirnforscher. Übrigens: Unser Gehirn lässt sich manchmal täuschen. Nobody ist perfect – auch nicht unser Gehirn!

G 6 | Auf der Suche nach dem Superhirn
Klassen 9 und 10 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Was ist entscheidend für die Leistungen des Gehirns? Sein Aufbau oder stetes Training? Wir testen unseren Sehsinn, erleben wie Tiere sehen und erfahren verblüffende Sinnestäuschungen. Was tut sich in der Pubertät? Albert Einstein, ein autistischer Künstler, die Folgen eines seltsamen Unfalls und das Büffeln für den Taxiführerschein in London sind Beispiele für Individualität und Formbarkeit des Gehirns. Künstliche Intelligenz brilliert, aber kann der Mensch (schon) ersetzt werden?

G 7 | Intelligenz & Co.: Wahrnehmung, Emotion und Verhalten
Lerngruppen der Sekundarstufe II | Dauer: ca. 2 Stunden

Einen spannenden Einstieg bilden die Anatomie und die Evolution von Nervenzellen und Gehirnen und die technische Evolution künstlicher Intelligenz. Gemeinsam werden verschiedene Formen der Intelligenz, effiziente Lernstrategien und erstaunliche Gedächtnisleistungen erarbeitet. In arbeitsteiliger Gruppenarbeit werden insbesondere vier Aspekte näher beleuchtet und diskutiert: die subjektive Sinneswahrnehmung unserer Umwelt, die Prinzipien der Wahrnehmung und damit verbundene Illusionen, verschiedene Emotionen als wichtiger Bestandteil unserer Kommunikation und die Verhaltenssteuerung von Menschen. Welche Rolle spielt (zukünftig) Künstliche Intelligenz? Aktuelle Entwicklungen werden gemeinsam diskutiert.

Führung | Das Gehirn – Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl
Dauer: ca. 1 Stunde

Der Museumsroboter und die Museumspädagogin führen zu verschiedenen Highlights der neuen Sonderausstellung. Schauen Sie in die Galerie der Gehirne, betrachten Sie die blank liegenden Nerven eines Berberaffen, begegnen Sie einem der ersten Maschinenmenschen, lernen Sie menschliche und tierische Kunstwerke und hilfsbereite Menschenaffen kennen. Neben der Anatomie der Intelligenz geht es auch um die Frage, was ein Roboter-Guide und künstliche Intelligenzen leisten können und wo sie an ihre Grenzen stoßen. Machen Sie eigene Erfahrungen und diskutieren Sie mit!

Landesausstellung: Vom Kommen und Gehen

Vom Kommen und Gehen - Westfälische Artenvielfalt im Wandel

für Kindergärten, Grundschulen und Schulklassen bis 10. Klasse

Fischotter. Foto: LWL/Kriegs

K 1 | Tierische Schätze 
Kindergartenkinder ab 4 Jahre | Dauer: ca. 1 Stunde
Max. Teilnehmerzahl: 12 Kinder

Unter einer alten Eiche befindet sich ein „tierischer“ Schatz, den es zu entdecken gilt. Auf einer Reise durch die vielfältigen Lebensräume Westfalens entdecken die Kinder, welche Tiere vor unserer Haustür leben und wie sehr sich Westfalen seit der letzten Kaltzeit gewandelt hat. Es herrscht ein reges Kommen und Gehen. Das Mammut ist schon lange ausgestorben. Fischotter und Biber kehren zurück. Der Weißstorch nistet wieder bei uns. Und was ist mit den anderen Tieren aus unserem Schatz?

K 2 | Tiere gesucht und gefunden! 
Klassen 1 und 2 | Dauer ca. 1,5 Stunden

Welche Tiere lebten einst in Westfalen und welche leben jetzt hier? In einem Suchspiel erleben die Kinder an der großen Tierkarawane das Kommen und Gehen von Arten in ihrem Heimatraum. Auf einer Zeitreise durch das Eiszeitalter erfahren sie den Wandel von Klima und Landschaft in Westfalen. Vier ausgewählte heimische Tiere und ihre Lebensräume werden genauer erforscht. Dabei erfahren die Kinder, dass der Schutz bedrohter Tiere nur durch den Erhalt ihrer Lebensräume möglich ist.

K 3 | Verschwunden, wieder da, neu im Land
Klassen 3 und 4 | Dauer ca. 1,5 Stunden

Seit 2,6 Millionen Jahren hat die Tierwelt Westfalens mehrfach drastische Klimawechsel erlebt. Die Kinder lernen Südelefanten und Mammute kennen. Sie vergleichen die beiden ausgestorbenen Elefantenarten und erkunden weitere Tiere der Warm- und Kaltzeiten. In spielerischen Aktionen ordnen sie fossile und heutige Tierspuren den Tieren einer beeindruckenden Artenkarawane zu. Neben den Rückkehrern wie Wildkatze, Wolf und Fischotter stellen sich Neubürger wie Waschbär und Chileflamingo vor. Im Blattwerk einer alten Eiche entdecken die Kinder abschließend eine Lebenswelt auf kleinstem Raum.

K 4 | Klima, Tiere, Menschen – wer formte Westfalen?
Klassen 5 und 6 | Dauer ca. 1,5 Stunden

Ein Blick auf die Landkarte verrät es: Westfalen ist ein Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen! Wir lernen die Vielfalt an kleinen Lebensräumen genauer kennen und erfahren, dass eben diese Vielfalt auch eine große Artenvielfalt ermöglicht. Mit Hilfe eines interaktiven Zeitrades reisen wir durch das Eiszeitalter und begreifen, dass Westfalen einem ständigen Wandel unterliegt. Doch wer ist für die Veränderung der Landschaft und das Kommen und Gehen der Arten verantwortlich? Stimmt es, dass einst Mammute in Westfalen zu Hause waren? Und wo ist eigentlich der Wolf geblieben?

K 5 | Die gibt‘s bei uns? Wo denn?
Klassen 7 und 8 | Dauer ca. 1,5 Stunden

Was um uns herum so alles lebt und wächst, das kennen wir doch! Ist das wirklich so? Die Jugendlichen erkunden anhand arbeitsteiliger Aufgaben Tierarten, die längst nicht allen bekannt sind und die mit ihren Besonderheiten durchaus für Staunen sorgen. Anhand der Artenkarawane entdecken sie das „Kommen und Gehen“ der Tiere im Laufe der letzten 45.000 Jahre. Renaturierung, Naturschutz und Auswilderungsprojekte werden ebenso thematisiert wie das Monitoring.

K 6 | Gibt es echte Westfalen?
Klassen 9 und 10 | Dauer ca. 1,5 Stunden

Die Frage nach Westfalens ursprünglicher Landschaft und ihren "echten" Bewohnern ist vertrackt. Wir begegnen endemischen, lokal ausgestorben und ausgerotteten Tierarten, sowie Neubürgern und Arten auf der Durchreise. Welche ökologischen Zusammenhänge können den stetigen Wandel des Arteninventars erklären? Auch verschiedene Menschenarten kamen und gingen und prägten das Aussehen unserer Heimat. Die Arbeit hinter dieser Ausstellung ist vielfältig: Mit welchen Methoden werden scheue Tierarten in der Natur untersucht? Und: Wie entstanden die vielen lebensechten Tierpräparate?

Führung | Vom Kommen und Gehen
Dauer: ca. 1 Stunde

Entdecken Sie die westfälische Artenvielfalt! Welchen Einfluss hatten die Klimawechsel des Eiszeitalters „Quartär“ auf Pflanzen, Tiere und Landschaft? Welche positiven und welche negativen Einflüsse hat(te) der Mensch seit dem Beginn von Ackerbau und Sesshaftwerdung in Westfalen auf Lebewesen und Lebensräume? Vielen spannenden Tieren begegnen wir in der Artenkarawane. Mammut und Neandertaler gingen, Fischotter und Weißstörche sind wieder da, Chinesische Wollhandkrabben und Asiatische Buschmücken kommen. Und wie ist es mit Ihnen?

Interesse, einen Kindergeburtstag in der Ausstellung zu feiern? Hier gibt es Infos.

Dauerausstellung: Dinosaurier – die Urzeit lebt!

Dinosaurier – die Urzeit lebt!

für Kindergärten, Grundschulen, Schulen der Sekundarstufe I und II und Erwachsene

Kinder in der Ausstellung. Foto: LWL/Oblonczyk

D 1 | Dinosaurier-Detektive
Kindergartenkinder ab 4 Jahre | Dauer: ca. 1 Stunde
Max. Teilnehmerzahl: 12 Kinder

Wir gehen zu den Dinosauriern auf Entdeckungstour und nehmen die schrecklichen Echsen genau unter die Lupe! Was verraten uns Knochen, Zähne, Eier und Federabdrücke über die Geheimnisse der Dinosaurier? Gibt es heute noch Dinos? Was haben Dinos eigentlich gefressen? Und wie lebte es sich als Dino-Kind? Mit detektivischem Spürsinn können die Kinder die Methoden der Dino-Forscher nachspielen und erfahren so Spannendes aus dem Leben der vielfältigen Urzeit-Echsen.

D 2 | Dinosaurierfossilien – vergrabene Schätze
Klassen 1 und 2 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Wer sind eigentlich diese Dino-Forscher? Was genau suchen sie? Wie und wo suchen sie? Diesen spannenden Fragen wird im wahrsten Sinne des Wortes auf den (Dino-)Zahn gefühlt. Als angehende Dino-Forscher graben die Kinder eigenhändig in unserer Museums-Ausgrabungsstätte nach „Fossilien“. Es werden Einblicke in die Arbeit von Paläontologen gegeben, um den Kindern die Schwierigkeiten, aber auch die Möglichkeiten der Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter zu vermitteln.
Bitte wetterfeste Kleidung mitbringen.

D 3 | Was macht der Dino im Hühnerstall?
Klassen 3 und 4 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Aprilscherz oder sensationelle Nachricht? Im heimischen Hühnerstall wurden frische Fußspuren von Dinosauriern entdeckt! Die Dinos sind doch vor vielen Millionen Jahren ausgestorben – oder gibt es etwa Überlebende? Um dieses Rätsel zu lösen, folgen wir den Dino-Forschern um die halbe Welt: von Westfalen bis in den „Wilden Westen“. Dabei begegnen wir riesigen Pflanzenfressern und gefährlichen Raubsauriern. Mit Schere und Buntstift schneidern wir dem Supermodel unter den Dinosauriern neue Kleider. Aktuelle Fossilfunde liefern uns vielleicht Hinweise darauf, welches Outfit seinem Aussehen am nächsten kommt.

D 4 | Begegnung mit den schrecklichen Echsen
Klassen 5 und 6 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Was ist ein Dinosaurier? Die Begegnung mit zwei Fleischfressern und zwei Pflanzenfressern ermöglicht eine Einschätzung, wie schrecklich die „schrecklichen Echsen“ tatsächlich sind. Zur Erforschung der Dinos werden wichtige Grundkenntnisse über die Evolution, die geologische Zeitskala und die Methode des Aktualismus erarbeitet. In einem Spiel konkurrieren Eierdiebe und der brütende Citipati um das Gelege. Am Beispiel ihrer Fundgeschichten wird aufgezeigt, dass sich Forschungsergebnisse mit jedem neuen Fund ändern können. Doch was löschte das Leben der Dinosaurier am Ende der Kreidezeit aus? Es mag überraschen, dass es heute noch Nachfahren der Dinosaurier gibt: die Vögel!

D 5 | Zurück in die Zeit der Dinosaurier
Klassen 7 und 8 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Zurück in die Dinosaurierzeit, das ist ein weiter Weg, auf den wir uns auf dem Zeitstrahl im Gesteinshof des Museums begeben. Dort begegnet uns auch ein erster Dinosaurier. Wir untersuchen einzelne Trittsiegel und deuten seine Fährte. Die Schüler/-innen erkunden in Gruppen einzelne Bereiche der Ausstellung geleitet von Quizkarten. Bei der anschließenden Ergebnissicherung wird das erworbene Wissen gemeinsam vertieft und für richtige Antworten auf der Quizkarte werden Dinopunkte verteilt. Das Aussterbeereignis vor 66 Millionen Jahren bildet den Abschluss dieses Programms, aber war es auch tatsächlich das Ende der Dinosaurierzeit?
Bitte wetterfeste Kleidung mitbringen.

D 6 | Erforschung der Dinosaurier
Klassen 9 und 10 | Dauer: ca. 1,5 Stunden

Wir werfen einen Blick zurück ins Erdmittelalter und lernen die Dinosaurier als vorherrschende Tiergruppe dieser Zeit kennen. Anhand anatomischer Merkmale können Schlüsse auf ihre Lebensweisen und auf ihre Umwelt gezogen werden. Fossilfunde und das Prinzip des Aktualismus ermöglichen die Erforschung vergangenen Lebens. In arbeitsteiliger Gruppenarbeit werden Wachstum und Gigantismus, Brutverhalten, Fressverhalten, Gruppenbildung und Kommunikation selbstständig erforscht. Zum Abschluss wird die Aufmerksamkeit auf die gefiederten Nachfahren der Dinosaurier gerichtet, denn ausgestorben sind sie nicht!

D 7 | Dinosaurier im Fokus der Evolution
Lerngruppen der Sekundarstufe II | Dauer: ca. 2 Stunden

Aktuelle Funde zeichnen ein faszinierendes Bild der Saurier, klären alte Fragen und werfen neue auf. In diesem Programm wird das Prinzip des Aktualismus, die Triebkräfte der Evolution und die Probleme bei der Rekonstruktion der Saurier diskutiert. Arbeitsteilige Gruppenarbeiten behandeln folgende Fragen: Wann entwickelten sich die Vögel aus der Gruppe der Raubdinosaurier? Was lässt sich aus dem Vergleich flugfähiger Tiergruppen schließen? Welche Probleme haben frühere und heutige Giganten im Meer und an Land? Wo finden sich Hinweise auf Koevolution von Räubern und Beute?

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Hinweise

Hinweise zur Anmeldung und den Kosten

LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285 | 48161 Münster
Telefon 0251.591-05 | Fax 0251.591-6098
naturkundemuseum@lwl.org | planetarium@lwl.org


Anmeldung
Telefon 0251.591-6050
Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr und Montag bis Donnerstag von 14.00 bis 15.30 Uhr.

Melden Sie Ihre Gruppe bitte bis spätestens 10 Tage vor dem gewünschten Termin an.
Beratung (keine Anmeldung!)

Telefon 0251.591-6015
Museumspädagogik, Gerda Windau

Auf Wunsch können für Erzieher- und Lehrerkollegien zu verschiedenen Ausstellungsthemen Einführungs- bzw. Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt werden. Bitte setzen Sie sich rechtzeitig mit Frau Windau in Verbindung, damit das Thema und ein Termin abgesprochen werden können.


Absagen
Absagen sind nur unter Telefon 0251.591-6050 möglich.

Bis spätestens 5 Werktage vor dem gewünschten Termin entstehen bei Stornierung einer Buchung keine Kosten. Bei Absagen zu einem späteren Zeitpunkt oder Nichterscheinen der Gruppe erhalten Sie eine entsprechende Honorarforderung.


KOSTEN & EINTRITTSPREISE

Kosten pro Gruppe*
1 Stunde: 30,00 € zuzüglich Eintritt Museum (Ausnahme Führung mit Roboter: 20,00 € )
1,5 Stunden: 45,00 € zuzüglich Eintritt Museum
2 Stunden: 60,00 € zuzüglich Eintritt Museum
Fremdsprache zzgl. 15,–€


Eintritt Museum
Schüler/-innen der Regelschulen im Rahmen einer Lehrveranstaltung: Eintritt frei*
Kinder und Jugendliche (0 – 17 Jahre): Eintritt frei
Erwachsenengruppen (ab 16 Personen) 7,00 €
Erwachsene (Einzelpersonen) 7,50 €
Ermäßigung auf Anfrage
* Zwei erwachsene Begleitpersonen von Schulklassen und Kindergärten haben freien Eintritt.


Sonstiges
Alle museumspädagogischen Programme können auch von Privatpersonen gebucht werden, z. B. für einen Kindergeburtstag. Bei Minderjährigen ist die Begleitung durch eine erwachsene Person erforderlich. Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt. Bitte beachten Sie, dass bei einigen Programmen wetterfeste Kleidung erforderlich ist. Für Ihre Jacken, Rucksäcke u. ä. stehen Schließfächer und Klassenschränke zur Verfügung. In dem besonders ausgewiesenen Pausenbereich können mitgebrachte Getränke und Frühstücksbrote verzehrt werden. Bitte beachten Sie, dass die Programme nicht mehrfach für die gleiche Uhrzeit gebucht werden können. Um allen Kindern uneingeschränkte Sicht auf die Exponate zu ermöglichen, muss die Teilnehmerzahl bei allen Angeboten für Kinder im Vorschulalter begrenzt werden. Eine Schulklasse betreuen wir so groß wie sie ist. Wir bitten aber zu prüfen, ob eine zahlenmäßig starke Schulklasse auf zwei Veranstaltungen aufgeteilt werden kann.

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