Museumsroboter KIM führt durch neue Ausstellung „Das Gehirn“

Museumspädagogin Gerda Windau und Ausstellungsmacherin Dr. Julia Massier mit dem Museumsroboter KIM. Foto: LWL/Steinweg

Er ist freundlich und hilfsbereit, er zwinkert Museumsgästen zu, spielt mit ihnen Verstecken, und wenn ihm langweilig ist, pfeift er vor sich hin. Mit KIM - der Künstlichen Intelligenz im Museum – können wir einen neuen „Mitarbeiter“ bei uns im LWL-Museum für Naturkunde begrüßen. KIM ist ein Museumsroboter, der mit Beginn der neuen Sonderausstellung „Das Gehirn – Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl“ ab dem 29. Juni Besucher durch die neue Ausstellung führt und ihnen Wissenswertes zu verschiedenen Ausstellungsobjekten erklärt.

Foto: LWL/Steinweg

Via Facebook hatten wir um Namensvorschläge gebeten. Wir bedanken uns bei allen, die uns ihre Ideen haben zukommen lassen! Ein ganz besonderer Dank geht an Melanie Kästingschäfer, die sich den Namen KIM ausgedacht hat. Es waren so viele tolle, witzige, intelligente Vorschläge dabei und unsere Jury hat sich lange beraten.

„KIM wird sich zukünftig persönlich den Besucherinnen und Besuchern vorstellen. Auch mit Gruppen hat er kein Problem, da eine 3D-Kamera im Kopf sowie weitere Kameras und Sensoren für ein sicheres Navigieren durch das Museum sorgen, selbst wenn mal ein Gast seinen Weg einschränkt“, erklärt Gerda Windau, Museumspädagogin des LWL-Museums.
Wir haben das Modell auf einer Museumstour gesehen und waren sofort überzeugt, dass er perfekt ins Konzept der neuen Ausstellung passt“, sagt Ausstellungsmacherin Dr. Julia Massier. Denn ein großer Themenbereich der Sonderausstellung wird sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz beschäftigen, und der neue Mitstreiter gehört in dieses Forschungsgebiet.

Foto: LWL/Steinweg

„Die Möglichkeiten ihn individuell anzupassen sind vielfältig. Er kann für bestimmte Räume und Objekte programmiert werden und fährt dann selbständig dort hin. Falls ein Bereich ausgelassen oder übersprungen werden soll, ist das kein Problem. Und wenn er doch einmal jemanden berührt, bittet er um Entschuldigung“, so Massier.

Entwickelt wurde der Roboter von MetraLabs aus Ilmenau (Thüringen), die sich auf mobile Service-Roboter spezialisiert haben. „In der Ausstellung sprechen wir konkret das Thema Veränderung der Arbeitswelt und die Angst vor Jobverlusten an, welche mit dieser Entwicklung einher geht“, erklärt Massier.

Hintergrund zur Ausstellung

Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zeigt ab dem 29. Juni 2018 die Sonderausstellung „Das Gehirn – Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl“. Auf 1.200 Quadratmetern lernen Besucherinnen die anatomische Vielfalt und die enormen Leistungen dieses komplexen Organs kennen. Im Gehirn werden sämtliche Reize verarbeitet. Die Persönlichkeit formt sich, Gefühle entstehen, Pläne werden geschmiedet und Traumwelten erschaffen. Im Fokus der Ausstellung stehen neben dem Menschen die künstliche Intelligenz und die Welt der Tiere. Die Ausstellung ist dank Brailleschrift, vielen Mitmachstationen, einem speziellen, mehrsprachigen Audioguide und Tastmodellen für Menschen mit Sehbehinderung genauso geeignet wie für Sehende oder für hörbehinderte Menschen. Begleitend zur Ausstellung werden museumspädagogische Programme für Schüler, Kinder und Jugendliche sowie Führungen für Erwachsene angeboten.