LWL sagt alle Veranstaltungen ab und schließt seine Museen

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am Freitag (13.3.) wegen der Verbreitung der Corona-Infektionen sämtliche Veranstaltungen in allen seinen Einrichtungen ab sofort bis zum 17. April abgesagt. Das betrifft Tagungen, Führungen, Messen oder Vorträge in allen 18 LWL-Museen, 27 LWL-Kliniken, 35 LWL-Förderschulen und anderen LWL-Einrichtungen. Ab Samstag (14.3.) werden darüber hinaus sämtliche Museen des LWL bis zum 20. April (einschließlich) für Besucher geschlossen bleiben.

„Wir wollen unseren Beitrag leisten, die Verbreitung des Virus einzudämmen und bitten um Verständnis für diese drastische Maßnahme“, so LWL-Direktor Matthias Löb. Welche Termine nachgeholt und verschoben werden, würden die Verantwortlichen im Moment klären. Insgesamt hat der LWL in Westfalen-Lippe rund 200 Einrichtungen.

Neu! Das Münsterland bei Nacht

Bilderausstellung | 11.2.2020 - 10.1.2021

Foto: Daniel Spitzer

Sich verlieren in sternklaren Nächten, die Bewegungen am funkelnden Nachthimmel einfangen und in Bildern einfrieren. Bis zum 10.01.2021 ist im LWL-Museum für Naturkunde die Bilderausstellung „Das Münsterland bei Nacht“ zu sehen. Die 18 großformatigen Bilder des Astrofotografen Daniel Spitzer zeigen Münsterländische Sehenswürdigkeiten und ihre „Startrails“, die charakteristischen Strichspuren der Sterne, bei Nacht. Durch diese Strichspuren ist der Verlauf der Erde unter dem bewegungslosen Sternenhimmel erkennbar.

Foto: Daniel Spitzer

Eine dieser Sehenswürdigkeiten ist zum Beispiel das Haus Rüschhaus in Münster. Die Leidenschaft des Fotografen Spitzer für die Astronomie ist hier zu spüren. Auf dem Bild sind die Sterne am Himmel zu sehen. Zudem spiegeln sie sich im Bach wieder. Besucher und Besucherinnen können eine Aufnahme einer Mondfinsternis über dem Waldhügelsee betrachten oder die Renaissanceburg in Lüdinghausen unter dem Sternenhimmel der Nacht. Die ausgestellten Fotos wurden zwischen den Jahren 2016 und 2019 aufgenommen und zeigen viele weitere Orte im Münsterland bei Nacht.

Spitzer wählt seine Motive ganz individuell und stellt sich immer die Frage: Was gefällt mir? Welche Motive kann ich harmonisch fotografieren? Mit Hilfe von Kartendiensten im Internet erkundet er zuerst die Umgebung und besichtigt die Orte dann bei Tageslicht, um sich einen Überblick über die besten Motive zu machen. Um die schönsten Orte festzuhalten benötigt Spitzer lediglich eine Kamera, ein Stativ und einen Fernauslöser. Je nach Gegebenheit nutzt Spitzer Filter oder eine Heizmanschette, um Taubeschlag auf dem Objektiv zu verhindern. Stehen das Motiv und die Kamera, läuft diese meist für über eine Stunde im Dauerbetrieb. Die Aufnahmen macht Spitzer mit einer relativ hohen Belichtungszeit. Während die Kamera ihre Arbeit macht, genießt der Astrofotograf die Landschaft. Zuhause bearbeitet Spitzer die Bilder mit einer bestimmten Software. Mit deren Hilfe können die „Startrails“ sehr gut erkennbar gemacht werden.

Eintritt

Minderjährige unter 18 Jahren Eintritt frei.

Erwachsene 7,50 Euro