Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen

Ausstellung: Leben in der Dunkelheit

  • über 1.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche
  • insgesamt über 700 Ausstellungsobjekte (davon ca. 130 Leihgaben)
  • 80 Texttafeln
  • 124 Fotos und Grafiken
  • 12 „Gemälde“, Lebensbilder, Zeichnungen
  • 59 Medienstationen (beinhaltet 34 TV-Geräte, 7 Touchmonitore, 2 Pc’s, 8 Hörstationen)
  • 33 Mitmach-Stationen zum Anfassen mit über 100 Tastmodellen plus 2 Binokulare
  • 2 Riechstationen mit 6 Riechmöglichkeiten
     
  • Audioguide
  • Braille-Tafeln (Blindenschrift)
  • Führungen nach Anmeldung

Die Ausstellung ist für alle Besuchergruppen geeignet

Aufgrund der thematischen Nähe und dem allgemein gültigen Inklusionsgedanken des LWL war ein wichtiger Bestandteil des Ausstellungskonzeptes, die Dunkelheitsschau für alle Menschen zugänglich zu machen. Daher wurden viele Objekte und Stationen eingeplant, die die Sinne ansprachen. Die Inhalte der Ausstellung waren für alle Sinne erlebbar. Sehend, tastend, riechend und hörend das Leben in der Dunkelheit entdecken, das war das Motto. Der LWL setzt sich schon seit Jahrzehnten für ein möglichst selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen ein. Diese Sonderausstellung war ein Beispiel für die führende Rolle des LWL auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft.

Lesen Sie hier die Ergebnisse einer Studie, welche sich mit dem Thema "Inklusion in einer Ausstellung - Evaluation der Ausstellung: Leben in der Dunkelheit" auseinandergesetzt hat.

 

Hier steht das PDf des Berichtes zum Download bereit (ca. 5 MB)

Foto: LWL/Steinweg

Brailleschrift, Audioguide und Tastmodellen

Dank Brailleschrift, einem speziellem Audioguide und Tastmodellen fanden sich auch Menschen mit Sehbehinderung in der Schau zurecht. Und Hörbehinderte Menschen konnten sich - neben allen anderen Besuchern - beispielsweise an den Riech- und Mitmachstationen die Höhlen, den Boden, die Tiefsee und die Nacht erschließen.

Jeder Besucher, egal ob alt oder jung, mit oder ohne körperliche Einschränkung, konnte sich in der Ausstellung für seine Bedürfnisse etwas heraussuchen. Beispielsweise konnten Kinder anhand der allein 51 Medienstationen oder den zwei Riechstationen durch die Ausstellungen gehen. Erwachsene erfuhren Spannendes über nächtliches Leben und konnten tiefer in das Thema eintauchen. Blinde und Sehbehinderte konnten sich – neben allen anderen Besuchern - über die 100 Tastmodelle an 33 Taststationen, acht Hörstationen, den Audioguide und mittels Braille-Schrift durch die Ausstellung bewegen. Hörbehinderte bekamen reichlich Informationen über allein 80 Texttafeln, 34 Filme, unzählige Bilder und noch mehr Objekte zu sehen.

Audioguide

Zur Sonderausstellung "Leben in der Dunkelheit" stand Einzelpersonen ein Audioguide mit einem familienfreundlichen Programm in Deutsch und Englisch zur Verfügung. Für Blinde und Sehbehinderte wurde eine weitere Informationsebene beim Audioguide eingerichtet. Für Menschen mit Hörbehinderung gab es eine Induktionsschleife für den Audioguide.

Foto: LWL/Steinweg

Führung für Blinde und Sehbehinderte

Wer nicht sehen kann, tastet und hört

Tastend, hörend und teilweise auch riechend wurde die  Sonderausstellung „Leben in der Dunkelheit“ erkundet. Zahlreiche Tastmodelle, Tierpräparate sowie Laute und Gerüche machten dunkle Lebensräume wie die Tiefsee, die Höhlen, die unterirdischen Bauten und die Nacht lebendig. Diese neunzigminütige Führung, ausschließlich für Blinde und Sehbehinderte, wurde in Kleingruppen von bis zu drei Personen und ihren Begleitern durchgeführt.

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Die Kosten betrugen pro Gruppe einmalig 45 € plus Eintritt pro Person in das Museum.

Gebärdengedolmetschte Führungen

Im November 2015 und Februar 2016 fanden Führungen mit einer Gebärdendolmetscherin durch die Ausstellung statt. Die Führungen begannen um 14.30 Uhr und fanden regen Zuspruch. Thema der Führung: "Leben in der Tiefsee" sowie "Leben in der Nacht und unter der Erde"

Weitere gebärdengedolmetschte Führungen zu anderen Themen werden folgen. Die Termine und Themen werden rexhtzeitig bekannt gegeben.

Anmeldung unter: servicebuero.naturkundemuseum@lwl.org