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Mondmeteorit "NWA 11444"

Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs (li.) und Planetariumsleiter Dr. Björn Voss freuen sich, den Mondmeteoriten den Museumsbesuchern zeigen zu können. Foto: LWL/Steinweg

Der Mondmeteorit „NWA 11444“ fiel vor langer Zeit als Meteorit zur Erde und wurde 2017 in Mauretanien gefunden.
Über Millionen von Jahren schlugen große Asteroiden auf dem Mond ein, einige davon maßen Kilometer im Durchmesser. Hierbei entstanden die Mondkrater, welche heute zu sehen sind. Bei den Einschlägen wurden jedes Mal viele kleine Gesteinsbrocken vom Mond ins All geschleudert. Die meisten davon verschwanden ins All, aber einige wenige von ihnen gelangten zur Erde und fielen als Meteoriten zu Boden.
Eine Untersuchung der chemischen Zusammensetzung des Steins beweist, dass dieser vom Mond stammt. Auf der Erde gibt es kein vergleichbares Gestein, lediglich manche von Apollo-Astronauten mitgebrachten Mondgesteine weisen eine ähnliche Zusammensetzung auf. Derartige Gesteine können auf der Erde nicht entstanden sein, da sie z.B. keine Oxide enthalten.     
Es handelt sich um eine Brekzie aus schwarzen und weißen Komponenten. Als Brekzie bezeichnet man Gesteine, die aus eckigen Gesteinstrümmern bestehen, die durch eine feinkörnige Grundmasse verkittet sind. Ähnliche Brekzien fand man bei der Apollo-16-Mission in der näheren Umgebung der großen Becken, den von der Erde aus dunkel erscheinenden „Mondmeeren“. Diese Gesteine sind dort weit verbreitet. Der weiße Anteil besteht aus Anorthosit, eine Art von Feldspat. Diese Gesteinsart ist für die von der Erde aus hell erscheinenden „Hochländer“ des Monds typisch. Der schwarze Anteil drang als Schmelze zwischen die Anorthosit-Gesteinstrümmer ein. Die beiden Gesteinsarten wurden miteinander verschmolzen, als der Stein für einen kurzen Moment sehr heiß wurde – vermutlich durch den Asteroideneinschlag, der ihn vom Mond fortschleuderte.
An manchen Stellen zeigt der Meteorit außerdem eine bräunliche Kruste. Diese Kruste bildete sich erst nachdem er auf die Erde gelangt; in Folge der irdischen Witterung, der er für sehr lange Zeit ausgesetzt war.

Foto: LWL/Steinweg