Zeitreise - Vom Urknall zum Menschen

Allgemeines Planetariumsprogramm | ab 9 Jahre

Auch in Englisch buchbar!

Sonneneruption. Foto: LWL, Perdok

Woher kommen wir? Was musste alles geschehen, bevor wir Menschen uns entwickeln konnten? Das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde in Münster wird zur Zeitmaschine.

Besucher ab neun Jahre können erleben, wie die Milchstraße, die Sonne und die Erde entstanden oder wie sich das Leben entwickelte. Sternexplosionen und Einschläge von Kometen auf der Erde sind ebenso Teil der 48-minütigen Geschichte wie Dinosaurier und andere Wesen der Urzeit.

Die Show „Zeitreise – Vom Urknall zum Menschen“ wurde am LWL-Planetarium Münster produziert und in Kooperation mit den Planetarien Bochum, Augsburg, Berlin, Jena, Kiel, Mannheim, Nürnberg, Osnabrück und Wolfsburg hergestellt.
Regie führte der Leiter des LWL-Planetariums, Dr. Björn Voss.


Hier können Sie bei der Musik von "Zeitreise" reinhören...

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Urwald. Foto Copyright Perdok, LWL

Produziert am LWL-Planetarium Münster

Eine Gemeinschaftsproduktion der Planetarien in:

  •     Münster
  •     Augsburg
  •     Berlin
  •     Bochum
  •     Jena
  •     Mannheim
  •     Nürnberg
  •     Osnabrück
  •     Wolfsburg
  •     FH Kiel
Ein Triceratops aus der Kreidezeit schaut von der riesigen Planetariumskuppel auf die Zuschauer herab. Foto: Mirage 3D

„Die Herstellung der Show dauerte rund zwei Jahre und beinhaltet die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Entwicklung und Evolution des Sonnensystems und der Erde“, sagt der LWL-Astronom Voss. Eine Besonderheit sei die Nutzung wissenschaftlicher Berechnungsdaten, die als Grundlage für die Herstellung mancher Fulldome-Filme dienten.

In diesen kuppelfüllenden Filmen sei der Bildinhalt nicht vom Künstler entworfen worden, sondern der Künstler habe die Strukturen und Formen aus physikalischen Simulationsberechnungen „in Szene gesetzt“, so Voss.

Asteroiden-Einschlag (Kreide/Tertiär) vor 65 Mio. Jahren. Foto: LWL/Perdok

Der Titel „Zeitreise – Vom Urknall zum Menschen“ kündigt an, was den Zuschauer erwartet: Nicht nur ein Blick in den Weltraum, sondern auch in vergangene Zeiten. So begeben sich große und kleine Zuschauer in dieser bisher größten Gemeinschaftsproduktion deutscher Planetarien „auf eine einzigartige Reise durch Raum und Zeit“, sagt Voss. Nach einer kurzen Einleitung beginnt die Zeitreise beim Beginn des Universums, dem Urknall, und führt über die Geburt der ersten Sterne und der Milchstraßen bis hin zur Entstehung der Sonne und ihrer Planeten, darunter die Erde.

Nach der Entstehung der Ur-Erde erleben die Zuschauer, wie in einer gewaltigen Kollision mit einem anderen Protoplaneten der Mond entstand. Anschließend führt ein Tauchgang in den Ozeanen der frühen Erde zur vermuteten Stätte der Entstehung des Lebens: eine Hydrothermalquelle, „weißer Raucher“ genannt, am Grund der Tiefsee. Die Zeitreise geht weiter über die Entwicklung der Einzeller bis zu den ersten fremdartigen Tieren im Zeitalter des Kambrium und den ersten großen Wäldern an Land im Zeitalter des Karbon. Einen Höhepunkt bildet schließlich die Begegnung mit den Dinosauriern in der Kreidezeit. Zum Abschluss geht das Programm kurz und schlaglichtartig auf die Entwicklung des Menschen bis in die heutige Zeit ein.

 

Vor Entstehung der Erde. Foto: LWL/Perdok und Planetarium Bochum/Weisner

Die Geschichte des Universums wird auf die Zeit eines Jahres verkürzt vorgestellt. So hätte das Universum am 1. Januar dieses „kosmischen Jahres“ seinen Ursprung gehabt, und am 31. Dezember läge die heutige Zeit.

Um den Blick in die einzelnen Zeitalter eindrucksvoll umzusetzen, wurden in diesem Planetariumsprogramm alle Register gezogen: So kommen eigens komponierte Musik und speziell angepasste Ton-Effekte ebenso zum Einsatz wie computergenerierte 360-Grad-Filme. Die Produktion dieser Filme war sehr aufwändig, fand an mehreren Orten gleichzeitig statt und hat über ein Jahr intensive Arbeitszeit in Anspruch genommen.

 

Das Leben entwickelt sich auf der Erde durch die Zeitalter hinweg, wie die neue Show „Zeitreise“ zeigt. Foto: LWL/Perdok und Mirage 3D

Bemerkenswertes

Die Fulldome-Szenen zeigen die Sonnenentstehung in einem kosmischen Gas-Nebel oder die Entwicklung des Mondes, erste fremdartige Meerestiere im Zeitalter des Kambrium und Wälder, Riesen-Libellen oder erste landbewohnende Tiere im Karbon-Zeitalter. Allein fünf verschiedenen Arten von Dinosauriern begegnet der Zuschauer in der Kreidezeit. Auch ein abschließender futuristischer Blick in eine mögliche Zukunft zählt zu den bildlichen Höhepunkten. „Aus fachlicher Sicht umfasst das Programm nicht nur Inhalte der Astronomie, sondern auch der Geologie, Paläontologie und Biologie. Mehr als 20 Wissenschaftler haben durch ihren Rat zur fachlich kor-rekten Darstellung zahlreicher Details beigetragen, zu denen auch die Fachleute des LWL-Museums für Naturkunde gehört haben“, so Gebhard.

Die Musik wurde komponiert von Frank Wolff (Hamburg), der bereits die Musik für frühere Münsteraner Produktionen wie „Ferne Welten – fremdes Leben?“ oder „Faszination Weltall“ produzierte. Der prominente Sprecher Christian Schult konnte für das Projekt gewonnen werden. Der Synchron- und Werbesprecher ist in vielen Fernsehproduktionen, Dokumentationen und Kinofilmen zu hören, z.B. als deutsche Synchronstimme von Patrick Stewart oder Robert Redford.

Das Programm liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Die Show „Zeitreise – Vom Urknall zum Menschen“ wird zu wechselnden Zeiten im Planetarium gezeigt. Showtermine während der Sommer¬ferien: mittwochs, freitags und samstags 11 Uhr, sonntags 11 und 17 Uhr, dienstags und donnerstags 17 Uhr. Weitere Termine siehe Kalendarium...

Zeitgleich mit dem Programmstart wird vor dem Planetarium eine neue, kleine Ausstellung zu sehen sein. Sie greift thematisch den Inhalt der neuen Show auf. Unter dem Titel „Vom Urknall zum Menschen“ wird die Geschichte der Welt in 17 Schritten mittels Fotos, Objekten und Texten vorgestellt.

Fakten und Hintergründe zur neuen Show

Ur-Fische im Kambrium schwimmen durch das Meer im Planetarium. Foto: Mirage 3D
  • Gezeigt wird eine Reise durch 13,8 Milliarden Jahre.
  • Die Show wird thematisch ergänzend zur neuen Ausstellung des Museums „Dinosaurier – Die Urzeit lebt!“ gezeigt.
  • Nicht nur Astronomie kommt vor, sondern  auch andere Fachgebiete.
  • Über 20 wissenschaftliche Berater haben mitgearbeitet.
  • 2 Jahre Produktionszeit.
  • Prominenter Sprecher: Christian Schult, Synchron-Stimme von Patrick Stewart.
  • Vor dem Planetarium gibt es eine begleitende Bilderausstellung, die zeigt, woher man das alles weiß, was in der Show so überzeugend vermittelt wird.
  • Aufwändige Grafikproduktion  der Tiere und Pflanzen. Hier waren drei externe Grafik-Firmen aktiv.
  • Als kleines astronomische Detail aus der Produktion kann gesagt werden:  Die Farbe des Urknalls … war blau!
  • Die Entstehung des Lebens fand wahrscheinlich im „White Smoker“ statt.

Eintrittskarten

Karten sind zum Preis von 3,00 € Kinder / 5,50 € Erwachsene immer dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster erhältlich.

Weitere Informationen unter Telefon 0251.591-6050
(Servicezeiten: Mo-Fr 8.30-12.30 Uhr und Mo-Do 14.00-15.30 Uhr).