Online-Atlas der Säugetiere NRWs

Heimische Arten und ihr Vorkommen im Lande

Hier geht es zum Atlas (deutsche Version).

Hier geht es zur englischsprachigen Version des Atlas'.

English Version


In Nordrhein-Westfalen kommen derzeit 73 wildlebende Säugetierarten vor. Diese sowie einige nur sporadisch auftretende Arten stellt der „Atlas der Säugetiere Nordrhein-Westfalens“ vor.

Von links nach rechts: Nutria, Reh und großes Mausohr. Fotos: LWL/Kriegs

Neben einem informativen Artsteckbrief und einer Bildergalerie zeichnet sich das Online-Angebot vor allem durch interaktive Verbreitungskarten aus. Der Nutzer kann sich über das Vorkommen aller nordrhein-westfälischen Säugetiere informieren.

Der Atlas der Säugetiere Nordrhein-Westfalens ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft Säugetierkunde NRW. Die Arbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss aus ehrenamtlichen Säugetierkundlern und Vereinen, dem Landesamt für Natur-, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW, dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn und dem LWL-Museum für Naturkunde in Münster.

„Der Atlas der Säugetiere wurde durch die Arbeit vieler hundert ehrenamtlicher Naturkundler möglich“, sagt Dr. Jan Ole Kriegs, Zoologe des LWL und Koordinator des Projektes. „Diese haben ihre Beobachtungen und Funde den Projektpartnern übermittelt und auf diese Weise das Fundament für den Atlas gelegt.“

Der Atlas wird als wachsendes Projekt verstanden und ist auf die Mithilfe zahlreicher ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch auf Zufallsbeobachtungen durch sachkundige Bürger angewiesen. „Deshalb werden Säugetierfunde aller Art weiterhin gern entgegengenommen“, sagt Dr. Henning Vierhaus, Säugetierspezialist aus Bad Sassendorf. Sein Fachkollege Holger Meinig aus Werther ergänzt: „Sowohl häufige Arten wie Maulwurf, Reh oder Kaninchen sind interessant für uns als auch seltenere wie die Bechsteinfledermaus oder gar Wolf und Wildkatze.“ In einigen Jahren soll der Atlas auch in Buchform erscheinen.

Schon viele Jahre im Vorfeld wurde mit der Arbeit begonnen. Einzelne Arten, wie etwas die Wildkatze, über deren aktuelle Verbreitung es noch viele Wissenslücken gibt, werden gezielt untersucht. Die Wildkatze war bei uns im Lande noch im 19. Jahrhundert weit verbreitet. Sie wurde dann aber verfolgt und großflächig ausgerottet. Unter anderem in der Eifel hat sie überlebt und breitet sich seit einigen Jahren wieder aus. „Wir konnten sie unter anderem im Stadtforst Brilon nachweisen.“, sagt der Museumszoologe Kriegs. „Auch in vielen anderen Teilen des Sauer- und Siegerlandes, sowie im Weserbergland ist sie wieder heimisch.“

Fakten und Geschichten über die verschiedenen Säugetiere Nordrhein-Westfalens gibt es jetzt, für jeden Interessierten frei verfügbar, unter dieser Adresse zu finden: www.saeugeratlas-nrw.lwl.org


Der Online-Atlas (saeugeratlas-nrw.lwl.org) wurde am 17. Januar 2015  bei einer säugetierkundlichen Tagung im LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) für die Öffentlichkeit freigeschaltet.

Teilnehmer der Tagung der AG Säugetierkunde NRW mit Freischaltung des Säugetieratlas am 17.1.2015 in Münster. Foto: LWL/Tenbergen

Projektbeteiligte