Wasser wirkt für Wasser bewegt

UNICEF unterstützt LWL-Museum für Naturkunde mit Leihgaben

Die Ausstellungsmacherinnen, Jana Johe (2.v.re.) und Vanessa Rüttler (re.) beim Erarbeiten des gemeinsamen Projektes, mit dem Leiter der UNICEF-Arbeitsgruppe Otto Bitter (li.) und seiner Kollegin, für die neue Ausstellung. Foto: LWL/Schleithoff

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist von den Vereinten Nationen als ein Menschenrecht anerkannt. Doch weltweit bleibt dieses Recht Millionen Menschen im Alltag verwehrt. Wie und mit welchen Mitteln etwa UNICEF die Bevölkerung in Entwicklungsländern mit sauberem Trinkwasser versorgt, zeigt die neue Sonderausstellung „Wasser bewegt“ im LWL-Museum für Naturkunde in einem ihrer zahlreichen Ausstellungsbereiche.

Foto: LWL/Fialla

In der Ausstellung wird dem Besucher vor Augen geführt, wie wichtig es ist, wissenschaftliches Know-how sowie menschliche und soziale Aspekte zusammenzubringen. Die UNICEF-Arbeitsgruppe Münster und das Team um den neuen Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs und die Ausstellungsmacherin Jana Johe zeigen in diesem gemeinsamen Projekt Objekte aus der Entwicklungshilfe und der Wasseraufbereitung. Für UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, ist die Versorgung mit Trinkwasser eines der bedeutendsten Themen. Täglich sterben, laut der Hilfsorganisation, 3.000 Kinder, weil sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu sanitären Anlagen haben. Dabei können einfache technische oder medizinische Hilfsmittel große Veränderungen bewirken. „Besonders dieses Thema zeigt deutlich, dass Naturkunde und menschliche Themen nicht zu trennen sind“, sagt Kriegs. Die Hilfsorganisation stellt die Kampagne "Wasser wirkt" vor. „UNICEF verfolgt die nachhaltige Verbesserung der Überlebens- und Lebenschancen von Kindern in Krisengebieten und in Regionen mit mangelnder Infrastruktur. Insgesamt sollen dort 500.000 Mädchen und Jungen erreicht werden“, sagt Otto Bitter, Leiter der UNICEF-Arbeitsgruppe Münster.

Foto: LWL/Fialla

In der Ausstellung wird zum Beispiel die 1,2 Meter mal 1,2 Meter große Wasserpumpe India Mark II ausgestellt. „In Entwicklungsländern haben die Menschen oft nur Zugang zu total verdreckten oder weit entfernten Wasserquellen. Neu gebaute Brunnen und Pumpen können den Menschen so direkt vor Ort helfen“, erklärt Ausstellungsmacherin Jana Johe. Zu sehen gibt es auch ein Filtertuch und ein Trinkrohr zur Wassereinigung. Mit ihrer Hilfe werden Ruderfußkrebse, Zwischenwirte des für den Menschen gefährlichen Medinawurms, aus dem Trinkwasser gefiltert. „Zudem wird es eine Fotowand mit Bildern aus dem afrikanischen Dorf Nsumba im Kongo geben“, so Johe. „Dort hat UNICEF den Menschen gezeigt, wie man mit Hilfe von Handbohrtechniken Brunnen bauen kann“.
Johe und Kriegs freuen sich sehr, dass die Arbeitsgruppe Münster Fotos und Objekte zur Verfügung stellt. „Da die Ausstellung sehr fachübergreifend ist, sind wir froh, dass wir inhaltliche Unterstützung von UNICEF bekommen“, betont Johe. Eine weitere Zusammenarbeit mit UNICEF kann sich Museumsdirektor Jan Ole Kriegs in Zukunft sehr gut vorstellen. Die nächste ist schon für den Familientag des Museums am 12. November geplant.

Foto: UNICEF Arbeitsgruppe Münster/Schäfer.

Wir danken UNICEF für die freundliche Unterstützung

Weitere Informationen zur UNICEF-Arbeitsgruppe Münster hier...

Foto: UNICEF Arbeitsgruppe Münster/Schäfer.

Hintergrund zur Ausstellung

Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zeigt vom 30. September 2016 bis zum 30. Oktober 2017 die inklusive Sonderausstellung "Wasser bewegt - Erde Mensch Natur". Auf 1.200 Quadratmetern lernen Besucher, welche Herausforderungen der Lebensraum Wasser birgt. In der Ausstellung werden Lebewesen vorgestellt, die perfekt an das Leben im Wasser oder an Leben ohne Wasser angepasst sind. Besucher aller Altersgruppen erleben die Schönheit, Kraft und die Bedeutung des Wassers für die Erde. Die Ausstellung ist dank Brailleschrift, einem speziellem Audioguide und Tastmodellen für Menschen mit Sehbehinderung genauso geeignet wie für Sehende oder für Hörbehinderte. Begleitend zur Ausstellung werden museumspädagogische Programme für Kinder und Jugendliche sowie Führungen für Erwachsene angeboten.